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Soziale Phobie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die soziale Phobie ist die dauerhafte Angst vor der Begegnung mit anderen Menschen und vor allem vor dem Bewertetwerden durch andere.

Menschen mit sozialer Phobie meiden so gesellschaftliche Zusammenkünfte, da sie fürchten, Erwartungen anderer nicht zu erfüllen und auf Ablehnung stoßen zu können. Sie fürchten, dass ihnen ihre Nervosität oder Angst angesehen werden könnte, was ihre Angst oftmals noch weiter verstärkt. Begleitet wird die Angst oft durch körperliche Symptome wie Erröten ( Erythrophobie ), Zittern, Herzrasen, Schwitzen oder Atemnot.

Um all das zu vermeiden, gehen Menschen mit sozialen Ängsten Situationen, in denen sie der Bewertung durch andere ausgesetzt sind, oft von vornherein aus dem Weg, was ein berufliches und privates Weiterkommen sehr erschweren und mitunter zu vollkommener Isolation führen kann.

Experten differenzieren vier Formen sozialer Ängste:

  • Leistungsangst
  • Kontaktangst
  • Behauptungsangst
  • Beobachtungsangst.

Es wird geschätzt, dass bis zu 8 % der Bevölkerung unter sozialen Ängsten leidet. Exakte Angaben sind jedoch schwer zu machen, da sich eine soziale Phobie in ihrer Ausprägung sehr stark unterscheiden kann. Insbesondere der Übergang von Schüchternheit zur sozialen Phobie ist schwer zu bestimmen. Soziale Angst darf zudem nicht mit sozialen Defiziten verwechselt werden, obwohl die soziale Phobie aus sozialen Defiziten entstehen kann (oder auch erst zu diesen führen kann). Soziale Ängste oder Phobien kann stabile wie instabile, gut wie schlecht aussehende, extro- wie introvertierte Menschen treffen. Männer und Frauen sind zu gleichen Teilen betroffen.

Wie die meisten anderen Ängste entstehen auch die sozialen Ängste nicht durch ein bestimmtes Ereignis als solches, sondern durch bestimmte negative Phantasien und negative Bewertungen, die Betroffene sich zu diesem Ereignis machen. Im Brennpunkt der sozialen Phobien stehen Fragen wie, ob man beliebt oder unbeliebt ist, ob man akzeptiert oder abgelehnt wird, ob man bewundert oder ausgelacht wird. Wegen des unangenehmen Gefühls, das durch negative Selbstbewertungen entsteht, fürchten sich die Betroffenen davor, dumm, unfähig und schwach zu wirken. Die Furcht bezieht sich auf möglicherweise schlimme Reaktionen anderer Menschen sich selbst gegenüber.

Einer neueren Studie zufolge spielen genetische Faktoren eine weitaus größere Rolle als die Erziehung. Demzufolge seien betroffene Kinder schon besonders sensibel und nehmen das Verhalten anderer als verletzender wahr als dies nicht betroffene Kinder tun. Diese Sensibilität sei auf eine vererbte mangelhafte Serotoninproduktion des Gehirns zurückzuführen.

In einer Psychotherapie , insbesondere mit Hilfe der Kognitiven Verhaltenstherapie können Betroffene lernen, ihre negativen Bewertungen zu überprüfen und durch angemessene Bewertungen zu ersetzen. Gleichzeitig lernen sie, ein Risiko einzugehen und mögliche Fehler und Ablehnung zu ertragen. Sie lernen, ihren Perfektionsanspruch aufzugeben, sich zu akzeptieren und sich unabhängiger von der Meinung anderer zu machen. Unterstützend zu einer Therapie gelten körperliche Aktivität sowie Entspannungsübungen als angstlindernd.

Es gibt in Deutschland inzwischen eine Reihe von Selbsthilfegruppen, die sich des Problems der sozialen Phobie angenommen haben.

 

 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Phobie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia ( http://de.wikipedia.org ) und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation (http://www.gnu.org/licenses/fdl.txt).

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Der Mund wird trocken, die Stimme überschlägt sich, das Herz rast und das Gesicht färbt sich dunkelrot -- bei wem sich solche Symptome während eines normalen Party-Gespräches einstellen, der leidet höchstwahrscheinlich unter einer sozialen Phobie. Der so genannte Sozialphobiker fürchtet sich vor jenen alltäglichen Situationen, in denen er der Bewertung durch andere Menschen ausgesetzt ist. Wenn diese Furcht pathologische Züge annimmt, so spricht die Wissenschaft von einer Phobie.
Sozial kompetent sind wir, wenn wir unsere Rechte durchsetzen, soziale Beziehungen aktiv gestalten, eigene Gefühle und Bedürfnisse sympathisch äußern - die meisten von uns haben allerdings an irgendeiner Stelle Schwierigkeiten, die uns deutlich im Miteinander oder im "Ganz-Ich-Sein" hemmen.
       
     
   

 

 

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