Ist der Glaube ein defizitäres Wissen, also ein Halbwissen von Dingen oder Geschehnissen oder ist Glaube eine selbstsichere Überzeugung.

Die Diskussionen um Religion, Philosophie und Gott hat mich verleitet, doch mal intensivere Gedanken zu dem Begriff "GLAUBE" anzustellen und nachzulesen.

1. in der Philosophie wird Glaube als eine unbegründete und subjektive Gewissheit angenommen.

2. in der Religion, insbesondere den Religionswissenschaften als ein Vertrauen, als eine Sicherheit gegenüber verehrten göttlichen Wesen.

Wir haben also 2 Definitionen, zum einen glauben wir etwas zu wissen, wir vermuten, wir meinen, wir wissen nicht genau, wir denken aber - wir glauben so oder so könnte es sein.

Zum anderen erweitern wir diese Definition um den Faktor Religion, in dem wir mit "etwas göttlichem" kommunizieren und dieses verehren.

Darin aber schaffen wir uns einen Raum, in dem wir die Eindrücke in unserem Bewusstsein verarbeiten können die wir nicht oder besser noch nicht verstehen.

Wir wissen nicht was vor dem Urknall war, wir können es uns nicht einmal vorstellen, wir haben keine Möglichkeit das zu erkunden wir können nur vermuten und wir können uns nur vorstellen das da etwas gewesen sein muss... nur wie und was, entzieht sich uns vollkommen.

Was vor 2000 Jahren passierte können wir nur erahnen und haben eine ungefähre Vorstellung von dem Geschehen, durch das, was uns in Schriften überliefert wurde.

 

Wissen tun wir es nicht!

Wir glauben...

Noch heute glauben wir an den Teufel, an vielen weiteren Gestalten der Mystik. einfach auch, weil wir den geistigen Raum brauchen, damit wir in der Lage sind die Dinge zu verarbeiten, die wir nicht verstehen. Glaube ist somit auch Phantasie, Phantasie ist aber was tolles, was schönes, das Paradies, Phantasie ist aber auch die Hölle, der Teufel, die Angst.

Allessamt Eigenschaften die uns Menschen auszeichnet, die uns zu dem machen was wir in unserer Persönlichkeit geworden sind.

Glaube ist für unsere Entwicklung, für unsere Persönlichkeit wichtig. Ohne Glaube keine Phantasie, keine Vorstellungskraft, keine Hoffnung, keine Entwicklung.

Ohne diese Eigenschaften kein Mensch sein...

Glaube, der wie es die Christen auch gern als "Gehorsamsakt" oder "Gnadengeschenk" eines Gottes auslegen ist aber rein politisch motiviert. Übrigens auch in einigen anderen Religionen.
Denn die "Fürsten" der Kirche waren die einzigen "Gelehrten", die einzigen Schriftkundigen und sie besaßen die Macht. Die Macht der Sprache, des Wortes der Schrift!

So hat die Kirche die Menschen geführt... verhielten sie sich untertänig und angemessen wurde ihnen der Himmel versprochen, verhielten sie sich dagegen aufsässig und unangemessen war ihnen die Hölle sicher.

Mit der Angst der Menschen, der Phantasie konnte man schon immer Geschäfte machen, die Kirche wusste es zu nutzen.

Nur hat die Kirche in dieser form nichts mit "Glauben" zu tun. Sie hat und sie versteht es noch immer gut, mit dem Glauben Geschäfte und Politik zu machen.

Zum Schluss noch eines, ich habe einen grossen Respekt vor Menschen der Kirche, die sich für Menschen einsetzen und ihnen helfen. Diese Menschen der Kirche werden immer meine Unterstützung und meine Anerkennung haben.

     
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